Schüleraustausch und Bildungsreise nach Chongqing, China

15 Dez. 2024 | Schüleraustausch

25. Oktober bis 3. November 2024

Ende Oktober 2024 machten wir uns mit einer Gruppe knapp 60 Farning-Schülern auf den Weg nach Chongqing. Zehn Tage lang standen Programmierunterricht, der Austausch mit chinesischen Schülern und Studenten, Besuche verschiedener Bildungseinrichtungen und natürlich auch das Kennenlernen einer der größten und ungewöhnlichsten Städte Chinas auf dem Programm.

 

Freitag, 25. Oktober: Aufbruch nach China

Unsere Reise begann am Freitagmittag am Flughafen München. Um 13:30 Uhr startete unser Air-China-Flug CA962 nach Peking.

Für viele war es die erste Reise nach China, für manche auch die bislang längste Flugreise überhaupt. Nach dem Start lagen zunächst viele Stunden im Flugzeug vor uns – und anschließend noch ein weiterer Inlandsflug quer durch China.

 

Samstag, 26. Oktober: Ankunft in Chongqing

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Am Samstagmorgen landeten wir um 05:10 Uhr Ortszeit in Peking. Dort wurden wir beim Umstieg freundlich von zwei Flughafenmitarbeitern unterstützt und zum Abflugbereich unseres Anschlussfluges geführt.

Um 09:00 Uhr ging es mit Flug CA1429 weiter nach Chongqing. Um 11:40 Uhr landeten wir schließlich am Flughafen Chongqing. Dort warteten bereits die beiden Schulleiter unserer chinesischen Partner-Programmierschule auf uns.

Vom Flughafen fuhren wir mit dem Bus zu unserem Hotel, dem Vienna Hotel Chongqing Qianjiang Wanda Plaza, das während des ersten Teils unserer Reise unser Ausgangspunkt war.

Nach dem langen Nachtflug und der Weiterreise konnten sich die Schüler am Nachmittag zunächst im Hotel ausruhen.

Abends fuhren wir dann zum ersten Mal zum Campus des Chongqing Hailian Vocational Technical College, auf dem wir in den folgenden Tagen den Großteil unserer Zeit verbringen sollten. Der weitläufige und sehr grüne Campus verfügt neben zahlreichen Unterrichtsgebäuden auch über umfangreiche Sportanlagen und verschiedene spezielle Einrichtungen für die dort angebotenen Berufsausbildungen. Zunächst ging es für uns allerdings in die Campuskantine, wo wir unser erstes Abendessen in China bekamen.

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Sonntag, 27. Oktober: Eröffnungszeremonie und erster Unterrichtstag

Am Sonntagmorgen fuhren wir wieder mit der gesamten Gruppe zum Chongqing Hailian Vocational Technical College.

Schon der Empfang am Haupttor war ungewöhnlich aufwendig. Dort hatten sich uniformierte Schülerinnen des Colleges in Formation aufgestellt. Bei ihnen handelte es sich um angehende Flugbegleiterinnen, die am College ein dreijähriges Ausbildungsprogramm durchlaufen.

Gemeinsam mit ihnen gingen wir vom Haupttor über den Campus zum Veranstaltungssaal, in dem die offizielle Eröffnungszeremonie stattfand.

Eröffnungszeremonie und Geschenkeaustausch

Im Veranstaltungssaal wurden zunächst verschiedene Begrüßungsreden gehalten. Vertreter des Colleges, der Programmierschule Le Cheng Le Ma und von Farning begrüßten die Teilnehmer und stellten die beteiligten Einrichtungen vor.

Anschließend tauschten die deutschen und chinesischen Schüler kleine Geschenke aus. Besonders einfallsreich waren die Geschenke der angehenden Flugbegleiterinnen verpackt: passend zu ihrer Ausbildung befanden sie sich in kleinen Reisekoffern.

Die ersten C/C++-Unterrichtsstunden

Nach der Eröffnung begann der fachliche Teil des Austausches. Unsere Schüler wurden für den Programmierunterricht in zwei Gruppen aufgeteilt.

Eine Gruppe wurde von Frau Sun, der Schulleiterin von Le Cheng Le Ma, unterrichtet. Die fortgeschrittenere Gruppe arbeitete mit Herrn Qu, einem Informatikprofessor der Southwest University.

In beiden Gruppen stand C/C++ auf dem Programm. Die erste Unterrichtseinheit dauerte etwa 90 Minuten.

Mittags aßen wir gemeinsam auf dem Campus. In der Kantine wurde für unsere Gruppe jeweils ein eigenes Buffet vorbereitet, das sich von Tag zu Tag änderte. Nach einer kurzen Mittagspause folgten weitere 90 Minuten Programmierunterricht.

Campusrundgang und Flugzeugkabinen

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Nach dem Unterricht bekamen wir bei einer Führung einen genaueren Einblick in das College.

Da dort unter anderem Schüler für verschiedene Berufe im Luftfahrtbereich ausgebildet werden, gibt es auf dem Campus entsprechende Trainingsräume und Einrichtungen. Dazu gehören auch zu Ausbildungszwecken eingerichtete Flugzeugkabinen.

Dort entstanden zahlreiche Fotos, die auf den ersten Blick durchaus so aussehen können, als hätten wir einen Teil des Nachmittags wieder in einem Flugzeug verbracht.

Basketball, Badminton, Fußball – und viele neue Kontakte

Gegen 17:30 Uhr gab es Abendessen auf dem Campus. Danach hatten die Schüler bis etwa 18:30 Uhr freie Zeit.

Direkt neben der Kantine befindet sich ein großer Sportbereich mit Basketball-, Badminton-, Tischtennis- und Fußballmöglichkeiten. Viele unserer Schüler mischten sich dort schnell unter die chinesischen Schüler und Studenten.

Es wurde gemeinsam Basketball und Fußball gespielt, andere standen zusammen, machten Fotos oder tauschten WeChat-Kontakte aus. Die Stimmung war sehr unkompliziert. Trotz unterschiedlicher Muttersprachen fanden die Jugendlichen schnell Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen oder gemeinsam etwas zu unternehmen.

Gerade weil wir in den folgenden Tagen immer wieder auf denselben Campus zurückkehrten, blieben viele dieser Begegnungen nicht einmalig.

Erste Erkundung der Hotelumgebung

Um 18:30 Uhr fuhren wir zurück zum Hotel. Für die meisten war der Tag damit aber noch nicht beendet.

Nach der Ankunft unternahmen wir gemeinsam eine Erkundung der näheren Umgebung und besuchten dabei auch einen größeren Supermarkt. Für viele Schüler war bereits ein ganz gewöhnlicher chinesischer Supermarkt interessant genug, um dort längere Zeit die Regale zu untersuchen.

Gekauft wurden vor allem Snacks und andere Lebensmittel. Ein Schüler entschied sich allerdings für eine ganz andere Art von Mitbringsel: Er kaufte mehrere hübsch verzierte Teller für seine Mutter.

Einige der älteren Schüler waren später noch selbstständig in kleinen Gruppen in der Nachbarschaft unterwegs.

Montag, 28. Oktober: Programmieren und chinesische Kultur

Auch am Montag verbrachten wir den gesamten Tag am Chongqing Hailian Vocational Technical College.

Am Vormittag standen zwei längere Einheiten Programmierunterricht auf dem Programm. Dabei wechselten wir in andere Unterrichtsräume – und weihten diese gewissermaßen ein.

Noch am Vortag waren dort Installationsarbeiten an den Computern vorgenommen worden. Unsere Gruppen gehörten zu den ersten, die die neuen Räume regulär nutzten.

Auch die Einrichtung war für unseren Unterricht günstiger als am ersten Tag. Statt klassisch in Reihen saßen die Schüler nun gemeinsam an achteckigen Tischen. Dadurch konnten sie deutlich einfacher zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen.

Mittags aßen wir wieder in der Campuskantine, wo erneut ein anderes Buffet für uns vorbereitet worden war.

Am Nachmittag folgte eine weitere längere Unterrichtseinheit in Informatik.

Tanz und Gesang

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Nach dem Unterricht wechselte das Programm deutlich. Bis zum Abendessen wurden verschiedene Darbietungen chinesischer Kultur gezeigt, darunter Tanz und Gesang.

Auch die angehenden Flugbegleiterinnen, die uns am Vortag empfangen hatten, führten einen Tanz auf. Besonders war dabei, dass sie verschiedene Bewegungsabläufe aus ihrem späteren Berufsalltag in die Choreografie eingebaut hatten.

Nach dem Abendessen hatten die Schüler erneut freie Zeit auf dem Campus. Viele gingen wieder zum Sportplatz und trafen dort auf Schüler und Studenten, die sie teilweise bereits am Sonntag kennengelernt hatten.

Nach der Rückkehr ins Hotel zogen einige Gruppen nochmals durch die Umgebung. Nachdem wir die Gegend am Vorabend gemeinsam erkundet hatten, waren diesmal auch jüngere Schüler in Gruppen selbstständig unterwegs.

Dienstag, 29. Oktober: Letzter Tag auf dem Campus

Am Dienstag stand noch einmal hauptsächlich Informatikunterricht auf dem Programm.

Am Vormittag gab es zwei längere Unterrichtseinheiten, nach dem Mittagessen in der Campuskantine folgte am Nachmittag eine weitere Einheit.

Für die fortgeschrittenere Gruppe war es zugleich der letzte Unterricht bei Herrn Qu. Bei der Verabschiedung sagte er, dass er mit unseren Schülern und ihrer Mitarbeit sehr zufrieden gewesen sei.

Drohnen auf dem Sportplatz

Nach dem Programmierunterricht ging es auf den Sportplatz. Dort wurden verschiedene Drohnen vorgeführt und geflogen.

Darunter befanden sich sowohl selbst gebaute als auch industriell gefertigte Modelle. Gerade für die technisch interessierten Schüler war das natürlich ein passender Programmpunkt im Anschluss an mehrere Tage Informatikunterricht.

Tai Chi

Danach wechselten wir von Drohnen und Computern zu einer deutlich traditionelleren Aktivität: Die Schüler erhielten eine Einführung in Tai Chi.

Nach mehreren Stunden Programmieren war die Bewegung auf dem Sportplatz zugleich eine willkommene Abwechslung.

Abschied vom Campus

Am Abend aßen wir ein letztes Mal gemeinsam in der Campuskantine.

Danach verabschiedeten sich unsere Schüler von vielen der chinesischen Schüler und Studenten, die sie während der vergangenen Tage kennengelernt hatten.

Die Entscheidung, mehrere Tage hintereinander auf demselben Campus zu verbringen, hatte sich dabei als sehr positiv erwiesen. Statt nur für wenige Stunden an einer Einrichtung zu Gast zu sein, traf man sich immer wieder: beim Unterricht, beim Essen, auf dem Sportplatz oder in den Pausen.

Mit diesem Abend endete der erste große Abschnitt unserer Reise. Ab Mittwoch rückte das Erkunden Chongqings stärker in den Mittelpunkt.

Mittwoch, 30. Oktober: Unterwegs in Chongqing

Am Mittwoch waren wir den ganzen Tag an verschiedenen Orten in Chongqing unterwegs. Unsere Partner von Le Cheng Le Ma hatten für mehrere Stationen deutschsprachige Beschreibungen vorbereitet.

Der Tag bot einen guten Einblick in sehr unterschiedliche Seiten der Stadt: ehemalige Industrieanlagen, moderne Verkehrstechnik, traditionelle Architektur und Orte, die mit der Geschichte Chongqings verbunden sind.

E-Ling-Druckerei Nr. 2

Eine unserer Stationen war die ehemalige E-Ling-Druckerei Nr. 2.

Die Anlage war früher ein bedeutender Teil der Druckindustrie Südwestchinas. Nachdem die alten Fabrikgebäude ihre ursprüngliche Funktion verloren hatten, wurde das Areal umfassend umgestaltet.

Heute befindet sich dort ein Kreativpark mit Graffiti, Kunstinstallationen, Cafés und den erhaltenen Industriegebäuden. Gerade die Mischung aus alter Architektur und moderner Nutzung macht das Gelände interessant. Von der erhöhten Lage aus gibt es außerdem einen guten Blick auf Chongqing.

Liziba: Eine Bahn fährt durch ein Haus

Danach besuchten wir Liziba, einen der bekanntesten Orte Chongqings.

Dort fährt eine Monorail-Linie direkt durch ein Gebäude. Für Einwohner ist dies ein ganz normaler Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs, für Besucher sieht die Konstruktion zunächst ausgesprochen ungewöhnlich aus.

Dass solche Lösungen gerade in Chongqing zu finden sind, hängt auch mit der besonderen Topografie und der enorm dichten Bebauung der Stadt zusammen. Straßen, Bahnlinien, Fußwege und Gebäude befinden sich häufig auf ganz unterschiedlichen Höhenebenen.

Kuixing-Turm

Eine weitere Station war der Kuixing-Turm.

Kuixing ist in der chinesischen Tradition eng mit Bildung, Wissen und Prüfungserfolg verbunden und gilt als Schutzfigur der Gelehrten und Prüflinge.

Der Ort war damit gerade für eine Bildungsreise ein interessanter Programmpunkt. Gleichzeitig war auch hier wieder die für Chongqing typische Mischung aus traditionellen architektonischen Elementen und moderner Großstadt zu sehen.

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Kai-Hafen-Park

Außerdem besuchten wir den Kai-Hafen-Park im Yuzhong-Bezirk.

Der Park erinnert an die Geschichte der Öffnung Chongqings als Handelsstadt und an die Entwicklung des früheren Hafengebietes. Historische Gebäude, Skulpturen und Ausstellungsbereiche zeigen verschiedene Aspekte dieser Entwicklung.

Grillabend mit vermeintlichem Heiratsantrag

Am Abend gingen wir gemeinsam grillen.

Das Restaurant hatte einige ausgesprochen romantisch gestaltete Ecken. Das reichte aus, um einen Teil unserer Schüler zu der festen Überzeugung zu bringen, dass dort später noch ein Heiratsantrag stattfinden würde.

Diese Theorie hielt sich erstaunlich hartnäckig.

Ein Heiratsantrag fand allerdings nicht statt.

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Donnerstag, 31. Oktober: Ciqikou, 18 Treppen und Hongyadong

Am Donnerstag erkundeten wir weitere Teile Chongqings und wechselten zugleich unser Hotel.

Für die letzten Nächte der Reise wohnten wir im Ascott Raffles City Chongqing direkt im Zentrum der Stadt. Das Raffles-City-Ensemble gehört aufgrund seiner Größe und ungewöhnlichen Architektur selbst zu den auffälligsten Bauwerken Chongqings.

Ciqikou

Am Vormittag besuchten wir Ciqikou, eines der bekanntesten historischen Viertel Chongqings.

Das Viertel besteht aus engen Straßen und Gassen mit traditionellen Gebäuden, kleinen Geschäften, Restaurants und zahlreichen Essensständen.

Während unseres Besuchs gab es außerdem verschiedene traditionelle Darbietungen von Schauspielern und Sängern.

Für unsere Schüler war Ciqikou zugleich eine der ersten größeren Gelegenheiten, nach Souvenirs und Geschenken Ausschau zu halten.

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Mittagessen im uigurischen Restaurant

Mittags gingen wir gemeinsam in ein uigurisches Restaurant.

Damit lernten die Schüler neben der für Chongqing typischen Küche auch noch eine weitere regionale Küche Chinas kennen.

Überhaupt war das Essen während der gesamten Reise ein eigener Bestandteil des Programms. Von den Buffets auf dem Campus über verschiedene regionale Gerichte bis zum Hotpot gab es fast jeden Tag etwas Neues auszuprobieren.

Die „18 Treppen“

Am Nachmittag besuchten wir mit den sogenannten „18 Treppen“ ein weiteres historisches Viertel Chongqings.

Auch hier waren die starken Höhenunterschiede der Stadt besonders deutlich. Historische Gebäude, Treppenanlagen und moderne Stadtbereiche liegen teilweise unmittelbar nebeneinander.

Hongyadong bei Nacht

Am Abend ging es nach Hongyadong.

Der große Gebäudekomplex liegt direkt am Hang und gehört besonders bei Dunkelheit zu den bekanntesten Ansichten Chongqings.

Mit seinen vielen Stockwerken, Treppen, Geschäften und Restaurants ist Hongyadong zugleich ein gutes Beispiel für die ungewöhnliche vertikale Struktur der Stadt. Was auf einer Ebene wie ein Erdgeschoss wirkt, kann auf der anderen Seite des Gebäudes viele Stockwerke über einer Straße liegen.

Auch unser Abendessen fand an diesem Abend in Hongyadong statt.

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Freitag, 1. November: Southwest University und Chongqing vom Wasser aus

Besuch der Southwest University

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Am Freitag besuchten wir am Vormittag die renommierte Southwest University.

Dort lehrt auch Herr Qu, der während der ersten Tage einen Teil unserer Schüler in C++ unterrichtet hatte. Nun konnten wir den Campus der Universität kennenlernen, an der er normalerweise arbeitet.

Besonders interessant war für unsere Gruppe, dass wir dort auch den zu diesem Zeitpunkt einzigen deutschen Studenten der Universität trafen.

Für unsere Schüler war das eine gute Gelegenheit, aus erster Hand etwas darüber zu erfahren, wie es ist, als deutscher Student in Chongqing zu leben und an einer chinesischen Universität zu studieren.

Jiefangbei und das Volksbefreiungsmonument

Am Nachmittag machten wir einen Abstecher ins Zentrum Chongqings zum Volksbefreiungsmonument in Jiefangbei.

Nach den historischen Vierteln der vergangenen Tage lernten wir dort wieder eine ganz andere Seite der Stadt kennen. Jiefangbei ist geprägt von Hochhäusern, Einkaufszentren, Fußgängerzonen, großen Werbeflächen und dichtem Stadtleben.

Schifffahrt durch das nächtliche Chongqing

Am Abend unternahmen wir eine Schifffahrt durch Chongqing.

Vom Wasser aus bot sich noch einmal eine völlig andere Perspektive auf die Stadt. Besonders eindrucksvoll waren die beleuchteten Hochhäuser, die zahlreichen Brücken und die Bebauung, die sich an den Berghängen entlangzieht.

Viele Orte, die wir während der vorherigen Tage zu Fuß besucht hatten, konnten wir nun aus einiger Entfernung vom Fluss aus sehen.

Noch einmal Hotpot in Hongyadong

Nach der Schifffahrt ging es noch einmal nach Hongyadong.

Dort aßen wir gemeinsam Hotpot – eines der Gerichte, an denen man bei einer Reise nach Chongqing kaum vorbeikommt.

Nach inzwischen mehr als einer Woche in der Stadt hatten die meisten Schüler bereits ihre eigenen Erfahrungen mit den unterschiedlichen Schärfegraden der Chongqinger Küche gesammelt und konnten etwas besser einschätzen, worauf sie sich einließen.

Samstag, 2. November: Letzte Einkäufe – und noch einmal C++

Am Samstagvormittag hatten die Schüler freie Zeit.

Die meisten nutzten sie zum Einkaufen. Vor allem Geschenke und Mitbringsel für Eltern, Geschwister und Freunde zu Hause standen nun auf den Einkaufslisten.

Eine Gruppe hatte allerdings andere Pläne.

Einige Schüler trafen sich tatsächlich noch einmal zum C++-Programmieren.

Bemerkenswert war dabei, dass die Idee nicht erst spontan am Samstagmorgen entstanden war. Sie hatten bereits am Vortag vorbereitet, woran sie während des freien Vormittags weiterarbeiten wollten.

Nach mehreren Tagen Unterricht einen Teil des letzten freien Vormittags in Chongqing freiwillig zum Programmieren zu nutzen, war jedenfalls ein gutes Zeichen dafür, dass das Thema bei einigen Schülern auf großes Interesse gestoßen war.

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Abschied von Chongqing

Gegen Mittag mussten schließlich die Koffer geschlossen und im Bus verstaut werden.

Wir fuhren zum Flughafen Chongqing und starteten dort um 16:30 Uhr mit Air-China-Flug CA1438 nach Peking.

Um 19:00 Uhr landeten wir in Peking.

Damit war unsere Zeit in Chongqing beendet.

Sonntag, 3. November: Rückflug nach München

Nach mehreren Stunden Aufenthalt am Flughafen Peking ging es mitten in der Nacht weiter.

Um 02:50 Uhr startete Flug CA961 nach München.

Nach dem langen Rückflug landeten wir am Sonntagmorgen um 06:00 Uhr wieder in München – genau dort, wo unsere Reise zehn Tage zuvor begonnen hatte.

Rückblick auf zehn Tage in Chongqing

Die Reise verband sehr unterschiedliche Programmpunkte.

Ein wichtiger Bestandteil waren die mehreren Tage Programmierunterricht in C/C++ bei Frau Sun und Herrn Qu. Hinzu kamen der Besuch des Chongqing Hailian Vocational Technical College und der Southwest University sowie zahlreiche Ausflüge zu historischen und modernen Orten in Chongqing.

Mindestens ebenso prägend waren aber die vielen weniger formellen Begegnungen.

Auf dem Campus wurde gemeinsam Basketball, Fußball oder Badminton gespielt. Schüler machten Fotos miteinander, tauschten WeChat-Kontakte aus und verbrachten ihre freie Zeit gemeinsam. Weil wir mehrere Tage hintereinander am Hailian College waren, konnten sich diese Kontakte über einen einzelnen kurzen Besuch hinaus entwickeln.

Daneben gab es viele kleinere Erlebnisse, die zu einer solchen Reise dazugehören: die ersten Einkäufe in einem chinesischen Supermarkt, das täglich wechselnde Buffet auf dem Campus, Drohnen und Tai Chi auf dem Sportplatz, die vermeintlichen Vorzeichen eines Heiratsantrags beim Grillabend, Hotpot in Hongyadong oder die Schüler, die selbst am letzten freien Vormittag noch einmal ihre Computer zum Programmieren aufklappten.

Gerade die Mischung aus Unterricht, gemeinsamen Aktivitäten, selbstständigem Erkunden und direktem Kontakt mit Menschen vor Ort machte den besonderen Charakter der Reise aus.

Unsere Schüler konnten China dabei nicht nur im Rahmen eines touristischen Besichtigungsprogramms kennenlernen. Sie verbrachten mehrere Tage gemeinsam mit chinesischen Schülern, Studenten und Lehrern, lernten auf einem chinesischen College-Campus, besuchten eine Universität und bekamen zugleich einen Einblick in ganz unterschiedliche Seiten Chongqings.

Damit war die Reise für unsere Schüler eine außergewöhnlich wertvolle Ergänzung zum Schulunterricht – fachlich, kulturell und durch die zahlreichen persönlichen Begegnungen vor Ort.